Für die noch ausstehende Stickstoffspätgabe zu Weizen ist es angebracht, das noch erreichbare Ertragsniveau abzuschätzen. Dazu können Sie die voraussichtliche Ährenzahl schätzen bzw. die Zahl der Halme mit einer fühlbaren Ähre in zwei benachbarten Reihen ermitteln:

Durch die Spätdüngung mit Stickstoff nehmen wir Einfluss auf die Ertragsbildung und Qualitätseigenschaften. Die Ertragswirkung beruht auf der:

  • Liegt die 1. Einkürzung über 14 Tage zurück oder wurde im späten Weizen eine Einkürzung aus Witterungsgründen bislang noch nicht durchgeführt, kann eine Halmstabilisierung mit Moddus spätestens 8 Tage vor der „Großen Periode“ (Ähre über 1 cm, frühe Sorte ab 28.04., späte Sorten ab 06.05.)

Gelbe, länglich ovale bis runde Flecken meist im oberen Drittel der älteren Blätter ohne erkennbare Sporenlager werden durch Stressfaktoren, z.B. Bodenverdichtungen, Nährstoff- oder Wassermangel hervorgerufen. Ursache für das Vergilben ist die Anreicherung von Ethylen im Gewebe.

Das bis Mitte März gesäte Sommergetreide befindet sich im 4- bis 5-Blattstadium und hat meist 2 Nebentriebe gebildet. Später gesätes Sommergetreide fängt in diesen Tagen an zu bestocken. Im früh gesäten Sommergetreide sind aufgrund der Trockenheit und Kälte noch nicht alle Unkräuter aufgelaufen.

Was ist grade auf den Feldern los? Worauf muss geachtet werden und wie kann dagegen vorgegangen werden?
Über diese Themen spricht Kathleen Brehmer jeden Mittwoch in ihren Feldexkursionen. Praktische Tipps und wissenswerte Informationen vermittelt Frau Brehmer in den kurzen Videos. Zu finden sind diese auf dem YouTube Kanal der N.U. Agrar GmbH oder auf der Homepage der N.U. Agrar GmbH.

 

13.05.2020 Abschlußmaßnahme Getreide
https://www.youtube.com/watch?v=vDjm3ivN8Gw

15.4.2019 Blütenspritzung im Raps
https://www.youtube.com/watch?v=QvEULPRb4Jo

und viele weitere Videos

Der Pflanzenschutzdienst in Sachsen-Anhalt warnt vor stärkerem Auftreten des Gerstengelb-Verzwergungsvirus (BYDV) in der Wintergerste. Der langanhaltende Vektorenflug (vorrangig Blattläuse) im Herbst 2019 und der milde Winter ließ Getreideblattläuse (und Zikaden) in den Getreidebeständen lebend überwintern. Blattläuse wurden auf Einzelflächen im Februar und März gefunden. Der Frost der letzten Woche hat die weitere Entwicklung der Blattläuse verzögert, aber die Blattläuse nicht ausgeschaltet. Über Ostern traten geflügelte Getreideblattläuse auf.

Zusätzliche Informationen