Die Bekämpfung der dikotylen Unkräuter zu Vegetationsbeginn erfordert, dass die Unkräuter in einer Wachstumsphase sind. Tagsüber sollten wenigstens 8 °C herrschen. Nachtfröste bis - 4 °C. Wie bei der Bekämpfung der Ungräser gilt, dass die Behandlung zu Beginn einer Schönwetterphase (Vorfrühling) am effektivsten ist.

Die Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz hat besonders auf Problemflächen Priorität, sobald die Temperaturen auf über 8 °C ansteigen ist. Zu Beginn einer Schönwetterphase wirken die überwiegend eingesetzten Sulfonylharnstoffe gut, da die Blattoberflächen noch gut durchlässig sind und die Luftfeuchtigkeit i.d.R. noch hoch ist. Nachtfröste bis - 3 °C in dieser Phase be-einträchtigen die Unkrautwirkung nur geringfügig, erschweren dem Getreide jedoch den Abbau der Wirkstoffe.

Der weitaus größte Teil der Wintergerste wurde vor der Nässeperiode Ende September noch in den trockenen Boden bestellt. Diese Bestände sind gut, nach früher Aussaat vor dem 20.09. sogar üppig bestockt. Nur wenige Winter-gerstenbestände, wurden erst im Oktober meist nach Mais als Vorfrucht gesät und haben bis zur Vegetationsruhe mit dem Bestocken begonnen.

Die Entwicklung der Weizenbestände hängt im Wesentlichen vom Saattermin ab. Ausgesprochen üppige Bestände mit sehr langen Blättern und im Vergleich zu den Haupttrieben deutlich schwächeren Seitentrieben wurden vor Mitte September gesät. Diese werden im Frühjahr frühzeitig schossen und laufen Gefahr, dass sie zu stark reduzieren.

Für die Startgabe sind schwefelhaltige N-Dünger zu bevorzugen: z.B. SSA, Piamon 33 S, Ammonsulfatsalpeter (ASS), Kalkammonsalpeter + Schwefel. Bei niedrigen pH-Werten sollte Schwefel mit Kieserit ausgebracht werden. Die Düngung mit Harnstoff ohne Urease-hemmer ist zu Raps im Frühjahr nicht mehr zulässig.

anbei finden Sie die Nmin Werte der Bodenproben vom 25.01.2021 aus Friedrichsthal

Die Verpflichtung der Einarbeitung bzw. der Zumischung von Urease-Hemmer gilt derzeit nur für reinen Harnstoff mit wenigstens 44 %. Carbamid-Stickstoff bzw. für nachträgliche Mischungen von reinem Harnstoff mit anderen Düngern („Mischungen des Landhandels“).

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