In diesem Jahr fallen häufig Maispflanzen mit mehr als einen Kolben auf. Bei der Mehrkolbigkeit setzen zwei Kolben an unterschiedlichen Knoten an. Diese Kolben können fast gleich groß und gut gefüllt sein. Beide Kolben können aber auch klein, kümmerlich oder gar unbekörnt sein. Zwei Kolben werden ausgebildet, wenn die Wachstumsbedingungen gut und Nährstoffe reichlich vorhanden sind. Im Randbereich kann das durch die höhere Sonneneinstrahlung verstärkt auftreten.

Die hohen Niederschlagsmengen haben auf sorptionsschwachen Böden zur Verlagerung von Calcium, Magnesium und Schwefel aus den oberen 20 cm des Bodens geführt. Mit einem kapillaren Aufstieg in den Wurzelraum ist bis zum Frühjahr nicht mehr zu rechen

Die Aussaatstärke hat großen Einfluss auf die spätere Zielährenzahl und somit den Bestandesaufbau des Getreides. Deshalb ist es lohnend die Aussaatstärke als effektive Stellschraube zu nutzen.

 

SU Bendix

  • Eiweißroggen (Futter) für Trockenstandorte
  • frühes Ährenschieben und frühe Reife
  • Ertragsaufbau über Bestandesdichte und Kornzahl/Ähren (KD–Typ)
     nicht zu spät bzw. zu dünn aussäen
  • Extensivanbau in Regionen mit Vorsommertrockenheit

Anbei der Vortrag von Prof. Dr. Schönberger vom 02.09.2021

Der erste Arbeitsgang erfolgt zu tief

Wenn der Boden durchnässt ist, muss beim ersten Mal flach gearbeitet werden, um Feinerde zu schaffen, auf keinen Fall zu tief, um keine Batzen herauszureißen und später den unter diesen Umständen unvermeidlichen Schmierhorizont unterfahren zu können. Durch die Bearbeitung werden Bodenpartikel aus dem Bodenverband gerissen, trocknen schneller ab und werden beim nächsten Arbeitsgang mit dem feuchten Boden darunter vermischt. Dadurch wird das Abtrocknen des Bodens beschleunigt.

Wann ist welche Beize erforderlich?

In diesem Jahr wurden Flugbrandähren, v.a. in der Wintergerste (wie bereits 2019) häufig beobachtet. Die Beize ist eine Absicherung gegen samen- und bodenbürtige Pathogene. Zu den wichtigsten Krankheiten, die nicht durch Pflanzenschutzmaßnahmen im Herbst kontrolliert werden können, zählen Brande, Fusarien und Schneeschimmel. In der Gerste kommen Typhula und die Streifenkrankheiten hinzu. Im Stoppelweizen und bei Frühsaaten sollte zusätzlich zu einer herkömmlichen Beize Latitude gegen Schwarzbeinigkeit gebeizt werden. Achten Sie beim Saatgetreide auf ein homogenes Beizbild und sparen Sie nicht an der falschen Stelle.

Zusätzliche Informationen