Nach aktuellen Pflanzenanalysen ist die Magnesiumsituation in vielen Beständen knapp. Ursache dafür war die kühle Witterung mit geringer Verdunstung im Frühjahr, die zu geringem Massenfluss führte. Hohe Bodenfeuchtigkeit trägt dazu bei, dass die Konzentration des Nährstoffs in den Bodenlösung reduziert wird.

Der bisherige Witterungsverlauf und das für die kommenden zwei Wochen prognostizierte Wetter lassen nicht erwarten, dass Ährenfusarien verbreitet eine große Rolle spielen werden. Ausnahme: Im Südosten, südlich der Donau, war es zweitweise warm und nass genug, dass auch mit F. graminearum zu rechnen ist. Zudem ist dort für den Zeitraum um den 6. Juni warmer Regen angekündigt, der mit der Weizenblüte zusammentreffen kann. Fusarien-Infektionen werden ausgelöst, wenn in die Weizenblüte hinein warmer Regen fällt und danach die Bestände wenigstens einen halben Tag lang nicht abtrocknen.

Moderne Pflanzenschutzmittel sind i.d.R. so gut formuliert, dass Zusatzstoff deren Wirkung kaum verbessern können. Nur wenn Pflanzenschutzmittel mit geringem Wasseraufwand, mit reduzierten Aufwandmengen ausgebracht, bei niedriger Luftfeuchte oder als Generika mit nicht definierten Zusatzstoffen gespritzt werden, können Additive zur Wirkungsverbesserung und Verlustminderung beitragen. Der Grund dafür besteht darin, dass dann die Menge an Zusatzstoffen reduziert wird.

Die Wirkstoffauswahl zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten wurde durch den Wegfall von Wirkstoffen (Epoxiconazol, Propiconazol, Triadimenol und schon vor Jahren das Fluquinconazol) eingeschränkt. Epoxiconazol-haltige Produkte (Wirkung gegen: S. tritici, Roste, DTR, Netzflecken, Rhynchosporium) dürfen noch aufgebraucht, nicht aber vertrieben werden.

Bekämpfungsentscheidung bei Befallssymptomen auf F-4 und darunter (Weizen)

In den Getreidebeständen ist aktuell auf den Befall von Schädlingen zu achten:

Aktuell erscheinen einige Weizen- zum Teil auch Gerstenbestände gelblich. Bei genauerer Betrachtung findet man vor allem im oberen Drittel der älteren Blätter (F-3 bis F-5) unregelmäßig gelbe, länglich ovale bis runde Flecken, in denen aber weder optisch noch nach einer Sporenanalyse pilzliche Schaderreger wie Septoria tritici, Schneeschimmel oder DTR nachzuweisen sind. In Gersten fallen überdies braun bis schwarz gesprenkelte Blätter auf, die den Verdacht auf Netzflecken, beginnendes Rhynchosporium, Ramularia oder auch auf Mehltauabwehrreaktionen lenken.

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