Die beiden letzten Neonicotinoide „Mospilan“ und „Danjiri“ haben die Zulassung zur Blüten-behandlung im Raps verloren. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicher-heit hat den Einsatzzeitraum der Rapsinsektizide mit dem Wirkstoff Acetamiprid verkürzt. Bislang durften beide Mittel gegen den Rapsglanzkäfer bis zum Ende der Rapsblüte eingesetzt werden. Seit dem 12. März ist der Einsatzzeitraum in Winterraps nur noch von EC 51 bis 59 zugelassen. In dieser Zeit entwickeln sich die Blütenanlagen vom Kleinknospen-stadium bis zur Streckung des Blütenstandes am Hauptspross. Blühende Pflanzen dürfen nicht mehr behandelt werden.

Durch die Maisaussaat in den noch kalten Boden werden Unkräuter mit geringen Temperaturansprüchen (Ausfallraps, Kamille, Stief-mütterchen, Ehrenpreis, Vogelknöterich) und aus tieferen Schichten keimende Unkräuter wie Windenknöterich oder Klettenlabkraut vor dem Mais auflaufen und sich schneller entwickeln. Dadurch treten diese Unkräuter frühzeitig mit den Maispflanzen in Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe.

Einen Einblick in die aktuelle Situation auf den Feldern bietet Frau Brehmer wieder in Ihren wöchentlichen Videos „Feldexkursion“. In den kurzen Videos erhalten Sie Tipps und hinwiese zu den Entwicklungen der Pflanzen und den auftretenden Krankheiten. Die Clips finden Sie auf der Homepage der N.U. Agrar GmbH oder bei YouTube. (Zum anschauen auf den blauen Text klicken)

 

14.04.2021 Aktuelle Maßnahmen im Weizen

07.04.2021 Kälteeinbruch - Herbizide in Rüben und wann Maisaussaat?

31.03.2021 Saisonstart 2021

Gelbe, länglich ovale bis runde Flecken, die meist im oberen Drittel der älteren Blätter ohne erkennbare Sporenlager auftreten, werden durch Stressreaktionen infolge von Bodenverdichtungen, Nährstoff- oder Wassermangel hervorgerufen. Ursache für das Vergilben ist die Anreicherung von Ethylen im Gewebe. Ähnliche Flecken werden auch durch genetisch bedingte Abwehrreaktionen hervorgerufen. Die Pflanze lässt Zellen absterben („Programmierter Zelltod“), um eindringende Schaderreger, z.B. Mehltau- oder Rostsporen auszuhungern. Sensible Sorten reagieren auf Pollen oder andere Partikel in der Luft mit „Hypersensibilität“. Weizensorten mit ausgeprägter Neigung zu nicht parasitären Blattflecken sind z.B. Akteur, Asory, Axioma, Elixer, Genius, Mulan, (Reform), und Tobak. In der Wintergerste fällt Sensation durch gelbe Blattspitzen auf.

Die Kälte der letzten Wochen hat das vegetative Wachstum des Getreides, vor allem der Wintergerste, aber auch des Roggens herabgesetzt.  Da häufig noch keine Kürzung vorgenommen wurde, werden die unteren Internodien länger als normal. Zusammen mit der geringen Festigung des Gewebes ist mit einem stärkeren Lagerdruck zu rechnen, wenn im Mai „normale“ Niederschläge fallen. Der oberste Halmschnitt, das Pedunkel, wird durch regnerisches Wetter mit Lichtmangel länger und damit die Gerste anfällig für das Ährenknicken.

Ramularia trat zuletzt 2017 in der Gerste in ganz Deutschland in einem Ausmaß auf, das eine darauf abgestellte Fungizidstrategie erforderte. Die Ausbreitung des Pilzes wird begünstigt durch den aktuellen Witterungsverlauf mit dem Wechsel zwischen strahlungsarmer, kalter Witterung und kurzfristig intensiver Strahlung.

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