Nach dem milden Winter und trockenen Frühjahr nimmt die Mäusepopulation auf dem Acker immer mehr zu. Auf Stoppeln und Feldrändern lässt sich die Verbreitung der Mäuse aktuell gut beobachten. Unter weiter trockenen Bedingungen werden sie sich schnell vermehren und massenhaft auftreten, wenn genug Futter zur Verfügung steht. Das ist dort der Fall, wo Ausfallgetreide zu finden ist und auflaufen kann.

Eine Unterversorgung mit Kalium ist im Raps am gelben Blattsaum der unteren und mittleren Blätter zu erkennen, der später braun wird und nekrotisiert. Auch wenn später mit dem Einsetzen von Niederschlägen Kalium wieder besser verfügbar wird, hat der frühe K-Mangel bereits nachteilige Folgen, vor allem für den Raps.

Anforderung an Mischungen: nicht mehr als vier Arten (Verteilung, Feldaufgang), kein (Rau-)Hafer in der Mischung (Ausnahme: vor Kartoffel), wenn die Übertragung von Getreidevirosen („Grüne Brücke“) nicht verhindert werden kann. Auch die angeführten Mischungen weisen die Keimfähigkeit der Einzelkomponenten nicht explizit aus.

Je nach Aufwuchs verbrauchen Zwischenfrüchte zwischen 30 und über 100 l pro m² Wasser: Ein geschlossener Bestand verdunstet pro 10 cm Aufwuchs 12 l pro m². Ein Teil des Wasserverbrauches wird durch die geringere Evaporation infolge der Mulchdecke ausgeglichen.  Wenn man die Evaporation im Herbst und Winter mit 40 mm ansetzt, werden trotzdem noch 60 mm bei einem Aufwuchs von 80 cm, der 100 mm verdunstet, die als Wasservorrat im Boden fehlen.

Nachfolgend die Erträge der unterschiedlichen Sorten in der Wintergerste:

In nachfolgendem Bericht aus dem Bauernblatt für Schleswig-Holstein und Hamburg in der 29. Ausgabe (74./170. Jahrgang, 18. Juli 2020) auf Seite 18.

 

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