Nach der Ernte steht Bodenbearbeitung an. Durch 100 und mehr Millimeter Regen sind die Bodenverhältnisse in diesem Jahr ganz anders als in den vergangenen beiden Jahren.

Die Wasserversorgung hat sich bis auf die südliche Magdeburger Börde und die Goldene Aue in Thüringen etwas entspannt. Allerdings beschränkt sich die Durchfeuchtung der Krume meist nur auf die oberen 15 bis 20 cm. Damit ist nicht mit voller Nachlieferung aus dem Boden zu rechnen. Wer sich bislang bei der N-Düngung zurückgehalten hat und befürchtet, dass der Stickstoff für den notwendigen Eiweißgehalt nicht ausreicht, kann bis zur vollen Milchreife noch Stickstoff über die Ähre düngen.

Werden die Schlagränder kahl gemulcht, wird Freiraum für alle Unkräuter mit hohem Samen-potential geschaffen. Das sind vor allem Trespen, die an der Bodenoberfläche auskeimen können. Auf ähnliche Weise - durch den Kahlschlag mit Glyphosaten, die auf die Schlag- und Wegränder gespritzt wurden - haben wir vor 20 Jahren die Trespen-Probleme erst geschaffen.

Auf dem ersten halben Meter am Schlagrand wird nur ein Drittel des vorgesehenen Mittelaufwandes gespritzt, auf dem zweiten halben Meter werden zwei Drittel und erst auf dem dritten halben Meter kommt die volle Mittelmenge an, weil die äußeren Düsen nicht überlappen. Selbst wenn Randdüsen verwendet werden, wird auf dem ersten halben Meter maximal die Hälfte der Sollmenge gespritzt. Deshalb können sich dort nahezu alle Feldrandunkräuter fast ungestört entwickeln und werden mit dem Mähdrescher im Schlag verteilt.

Was ist grade auf den Feldern los? Worauf muss geachtet werden und wie kann dagegen vorgegangen werden?
Über diese Themen spricht Kathleen Brehmer jeden Mittwoch in ihren Feldexkursionen. Praktische Tipps und wissenswerte Informationen vermittelt Frau Brehmer in den kurzen Videos. Zu finden sind diese auf dem YouTube Kanal der N.U. Agrar GmbH oder auf der Homepage der N.U. Agrar GmbH.

 

03.06.2020 Knöterich und Sommerungen

20.05.2020 Warum Feldrandhygiene so wichtig ist?

13.05.2020 Abschlußmaßnahme Getreide

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In den beiden vergangenen Jahren trat in einigen Regionen, z.B. in der südlichen Magdeburger Börde, in der Leipziger Tieflandbucht und in der Köln-Aachener Bucht, aber auch in Unterfranken und im Rhein-Main-Gebiet teilweise starker Befall mit der Rübenmotte (Scrobipalpa ocellatella) auf.

Kutikula und Wachsschicht schützen die Pflanzenzellen vor Umwelteinflüssen wie Strahlung, Nässe oder auch vorm Austrocknen. Auch Schaderreger wie Pilzkrankheiten oder Schädlinge müssen diese Barriere durchdringen, bevor sie in der Pflanze Schaden anrichten können.

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