In den beiden vergangenen Jahren trat in einigen Regionen, z.B. in der südlichen Magdeburger Börde, in der Leipziger Tieflandbucht und in der Köln-Aachener Bucht, aber auch in Unterfranken und im Rhein-Main-Gebiet teilweise starker Befall mit der Rübenmotte (Scrobipalpa ocellatella) auf.

Kutikula und Wachsschicht schützen die Pflanzenzellen vor Umwelteinflüssen wie Strahlung, Nässe oder auch vorm Austrocknen. Auch Schaderreger wie Pilzkrankheiten oder Schädlinge müssen diese Barriere durchdringen, bevor sie in der Pflanze Schaden anrichten können.

Die fungizide Wirkung der Azole hängt in erster Linie von der Konzentration des Wirkstoffes ab, die Wirkungsdauer dagegen von der Aufwandmenge. Gegen Fusarien ist aber auch mit höheren Aufwandmengen keine längere Wirkung zu erwarten.

Der Befallsdruck mit DTR (Drechslera tritici repentis) oder HTR (Helminthosporium (tritici repentis) ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Ursache dafür dürfte der weniger häufige Anbau von Weizen nach Weizen, aber auch das in den letzten Jahren häufigere Pflügen vor dem Stoppelweizen sein. Spätere Saattermine verringern den Primärbefall mit DTR, dadurch schwinden die Voraussetzungen für eine frühe DTR-Epidemie. Im Sortenspektrum ist dagegen keine durchschlagende Veränderung in Richtung weniger DTR-anfällige Sorten zu erkennen.

Durch die Anbauausdehnung der Leguminosen, auch als Bestandteil von Begrünungen im Herbst, hat die Belastung mit Krankheiten zugenommen.

Sobald sich die Ähre voll gestreckt hat, besteht noch im Fahnenblattstadium des Getreides (Weizen) die Möglichkeit, mit zugelassenen Herbiziden Unkräuter zu bekämpfen, die in dikotylen Kulturen mehr Probleme bereiten können.

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