Trespenarten, auch Weidelgräser und jährige Rispe haben stark zugenommen. Die Ursachen sind vielfältig. Das Problem dabei ist, dass die Bekämpfungsmöglichkeiten mit Herbiziden selbst im Vergleich zur Bekämpfung des Ackerfuchsschwanz stark eingeschränkt sind. Zudem ist beim Weidelgras bereits eine Resistenzentwicklung gegen Graminizide zu beobachten. Aus diesem Grund müssen Einzelpflanzen bzw. erste Nester im Schlag von Hand bereinigt und aus dem Schlag gebracht werden. Bei flächig auftretendem Erstbefall sollten die Befallsflächen vor dem Aussamen als GPS gehäckselt werden. Im Vergleich zu den späteren Folgekosten ist die Einnahmenminderung zwar schmerzlich, aber zu verkraften. Das gilt auch, wenn anfangs nur am Schlagrand Trespen oder Weidelgräser auftreten. Jährige Rispen treten stärker auf, wenn die Rispensoden in der Vorfrucht vor der Bearbeitung nicht mit Glyphosat abgespritzt werden, bzw. zu wenig bearbeitet wird, um die Gräserballen zu zerkleinern und einzuarbeiten.

Am 04.03.2021 hielt Herr Prof. Dr. Schönberger den alljährlichen Frühjahresvortrag. Diesen finden Sie hier

Im Februar fielen zwischen knapp 80 und über 150 mm Regen. Wo tagsüber Temperaturen von 10 °C überschritten wurden, waren günstige Voraussetzungen für die Verbreitung von Phoma gegeben, die durch Wind und Sturm gefördert wurde. 

  • Vermeidung von Lager vor allem in dichten Rapsbeständen (Rapsdurchwuchs) mit mehr als 50 Pflanzen je m². Eng stehende Rapspflanzen (Pflanzenabstand unter 8 cm) bilden dünne Stängel.
  • Infolge des andauernden Wachstums im Kurztag dürften die Rapsbestände in diesem Jahr zudem sehr lang werden.
  • Förderung der Entwicklung und des Schotenansatzes der unteren Seitenäste durch die Brechung der apikalen Dominanz des Haupttriebes. Dadurch die auch die Synchronisierung der Blüte hervorgerufen und die Belichtung der tiefer insertierten Schoten verbessert.

Ackerbohnen haben eine hohe Konkurrenzkraft gegen Unkräuter, deshalb ist eine mechanische Unkrautbekämpfung durchaus Erfolg versprechend, wenn keine Gräser oder tiefwurzelnde Unkräuter ausgeschaltet werden müssen. Tiefer wurzelnde Unkräuter, wie Windenknöterich oder Klettenlabkraut, lassen sich mit Striegeln und Hacken nicht bekämpfen.

Standardsorte ist immer noch die im Jahr 2004 zugelassene Sorte Fuego. Etwas ertragsstärker ist die Fanfare. Tiffany ist im Mittel nicht schwächer im Ertrag, weist aber viel größere Ertragsschwankungen auf. Tiffany bietet sich als vicinarme Sorte, vor allem für die Verfütterung an Hühner im eigenen Stall, an. Diese drei Sorten sind auch mit Abstand am verbreitetsten. Niedriger im Ertrag, aber recht ertragsstabil, ist die tannin-freie Ackerbohnen-Sorte Taifun, die vor allem für die eigene Futterverwertung (im Schweinetrog) interessant sind. In den letzten Jahren wurden Trumpet und Macho zugelassen, die gegenüber der Standardsorten einen Ertragssprung nach oben erkennen lassen. Ein großes Manko der Trumpet ist die Rostanfälligkeit.

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