Aus vielen Regionen Mittel- und Norddeutschland (selbst aus der Köln-Aachener Bucht) häufen sich die Anfragen, was mit dem Getreide los ist.

Deshalb reagiert er stark auf die Unterfußdüngung, vor allem mit Phosphor, auch auf ausreichend mit Phosphor versorgten Standorten. Bei trockener und nasskalter Witterung wirkt sich deshalb die Unterfußdüngung (fast) immer positiv aus. Allerdings sollte nicht der gesamte P-Bedarf in einem Düngerband abgelegt werden, weil die Wurzeln sich dort konzentrieren und wenig Lust haben, zur Seite und in die Tiefe zu wachsen.

Das Gewebe an der Halmbasis ist trotz der Fröste immer noch weich. Ursache ist die insgesamt zu geringe Strahlung im Februar. Die intensive Strahlung der letzten beiden Wochen drang offensichtlich nicht bis zum Halmgrund durch, um dort eine Festigung herbeizuführen.

Die vegetative Entwicklung (Trieb- und Blattbildung) des Getreides war bis Mitte März um 3 Wochen weiter vorangeschritten als normal. Der Kälteeinbruch hat den Vorsprung auf 10 Tage reduziert. Die Bestände, die vor dem 10. März das Doppelringstadium erreichten, werden aber in diesem Jahr einen Knoten (= 1 Blatt) mehr, also 6 Knoten bilden. Das Fahnenblatt wird im Winterroggen und in der Wintergerste schon um den 20. April erscheinen, in frühen Weizenbeständen in den ersten Maitagen spitzen.

In den ersten Pflanzenanalysen wird auf Standorten mit pH-Werten über 7,0 regelmäßig eine Unterversorgung mit Zink ausgewiesen, obwohl die Bodenuntersuchung meist noch ausreichende Werte ausweist.

Der milde Winter verhinderte das Abfrieren der Zwischenfrüchte. Durch die warmen Temperaturen der letzten Woche wuchsen diese sogar munter weiter. Zwar wurden die meisten Bestände in der zweiten Februarhälfte mit Glyphosat abgespritzt, die Wirkung reichte für eine sichere Rübenaussaat mit gleichmäßiger Ablage der Pillen nicht aus, die Bestände blieben immer noch grün.

Die Getreidehalme sind in diesem Jahr ausgesprochen weich. Ursache ist die schlechte Lignifizierung des Gewebes infolge der ungewöhnlich geringen Strahlung im Februar.

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