Raps, der in den letzten Augusttagen nach dem Regen zügig und gleichmäßig aufgelaufen ist, hatte um den 20.9. das 6-Blatt-Stadium erreicht. Diese Bestände müssen in diesen Tagen eingekürzt werden, damit zum einen das Hypokotyl gefestigt und zum anderen das Blattflächenwachstum verringert wird. Das Wachstum wurde bislang durch die Trockenheit ausgebremst.

Raps, der in den letzten Augusttagen nach dem Regen zügig und gleichmäßig aufgelaufen ist, hatte um den 20.9. das 6-Blatt-Stadium erreicht. Diese Bestände müssen in diesen Tagen eingekürzt werden, damit zum einen das Hypokotyl stabilisiert und zum anderen das Blattflächenwachstum verringert wird. Das Wachstum wird aktuell durch die Trockenheit ausgebremst. Deshalb hält sich auch der Krankheitsruck in Grenzen. Falscher Mehltau und Phoma lingam sind die Krankheiten, die den jungen Raps befallen können. Für beide Erreger waren die Bedingungen aufgrund der geringen Feuchtigkeit und der hohen Temperaturen ungünstig. Sollte sich die Wetterlage zum Ende der Woche ändern, können Regen und Sturm die Situation grundlegend ändern. Aus diesem Grund ist es angebracht, vor dem Wetterumschwung den weit entwickelten Raps zu schützen.

Was ist grade auf den Feldern los? Worauf muss geachtet werden und wie kann dagegen vorgegangen werden?
Über diese Themen spricht Kathleen Brehmer jeden Mittwoch in ihren Feldexkursionen. Praktische Tipps und wissenswerte Informationen vermittelt Frau Brehmer in den kurzen Videos. Zu finden sind diese auf dem YouTube Kanal der N.U. Agrar GmbH oder auf der Homepage der N.U. Agrar GmbH.

 

23.09.2020 N-Düngung zu Raps im Herbst?

16.09.2020 Herbstschädlinge im Raps

09.09.2020 Winderosionen - was tun?

und viele weitere Videos

Bodenherbizide benötigen für eine sichere Wirkung

  • ausreichende Bodenfeuchte, damit die Wirkstoffe aufgenommen werden können,
  • möglichst glatte, klutenfreie Bodenoberfläche, damit kein Spritzschatten auftritt,
  • gute Rückverfestigung, damit Bodenfeuchte kapillar aufsteigen kann und Wirkstoffe auch ohne Niederschläge in Lösung gehen können.
  • Zudem wird durch die Rückverfestigung das Schadrisiko durch Eindringen von Wirkstoffen in den Wurzelbereich der Kulturpflanzen vermindert.

Läuft der Weizen vor dem Ende des Langtages (vor dem 20.09.) auf, sind spätschossende Korndichtetypen mit hohem Tageslängenanspruch zu bevorzugen. Zugleich sollten die Sorten winterhart, wenig anfällig für Halmbasiskrankheiten, Mehltau und Braunrost und möglichst wenig lageranfällig sein, z. B.  Bonanza, Boss, LG Vertical, SU Selke.

In den letzten Tagen hat die Aktivität der Erdflöhe stark zugenommen. Sowohl auf den Pflanzen als auch in den Gelbschalen wurde innerhalb weniger Stunden die Schadschwelle überschritten:

Die Zulassung von Baytan 3 ist ausgelaufen, Restbestände dürfen noch bis zum 28.02.2021 aufgebraucht werden. Damit entfällt die einzige Beize mit einer Wirkung gegen den Herbstbefall mit Mehltau und mit vorbeugender Wirkung gegen Typhula.

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