Mit Windhalm, Ackerfuchsschwanz, Trespen oder Weidelgräsern verseuchte Schläge, rot blühende mit Klatschmohn durchsetzt Schläge und blaue Kornblumenfelder sind in diesem Jahr keine Seltenheit, selbst wenn im Frühjahr Herbizide eingesetzt wurden. Warum haben die Herbizide im Frühjahr schlecht gewirkt?

Der Anbau von Zwischenfrüchten sollte nicht allein dem Zweck der Subventionsoptimierung dienen, sondern einen Sinn und Zweck für Ackerbau, Boden- und Artenschutz erfüllen.

Temperaturen über 23 °C lassen den Schlupf des Maiszünslers (Ostrinia nubilalis) in den begünstigten Regionen ab dem 22. Juni, in den weniger begünstigten Gebieten ab dem 25. Juni erwarten. Mit dem Flughöhepunkt des Zünslers ist ab Anfang Juli zu rechnen.  Der Flug der gelb-braunen Falter kann mit Hilfe von Licht- oder Pheromon-Fallen überwacht werden. Am besten werden Fallen über vorjährigen Maisschlägen aufgestellt, um den Start zu kontrollieren, und über aktuellen Maisschlägen, um die Ankunft der Zünsler festzustellen.

Die Wirkung von Pflanzenschutzmitteln wird beeinflusst durch deren

- chemische Zusammensetzung,

- biologische Wirkung und

- physiko-chemische Eigenschaften.

Hafer profitierte durch die kühl-feuchte Witterung der letzten Wochen. Ein Teil der Bestände hat sich inzwischen so stark entwickelt, dass der Lagerdruck hoch ist. Wenn Hafer mehr als 450 Rispen/m2 bildet und sich die Halmbasis noch weich anfühlt, d.h. ein spitzes Messer nur mit einigem Druck durch den Halm dringt, sollte der Hafer unbedingt noch gekürzt werden.  

Die Schneelage im Februar (und März) und örtlich hohe Niederschläge im Mai haben in sandigen Böden zu einer Verlagerung von Kal-zium und Magnesium aus der obersten Boden-schicht geführt. Mit einem nennenswerten kapillaren Aufstieg aus dem Unterboden ist auf den überwiegend sandigen Standorten nicht zu rechnen. Auf Böden mit hohem Sorptionsvermögen, aber niedrigem pH-Wert bleibt Kalzium im unteren Krumenbereich an den Austauschern hängen.

Nach aktuellen Pflanzenanalysen ist die Magnesiumsituation in vielen Beständen knapp. Ursache dafür war die kühle Witterung mit geringer Verdunstung im Frühjahr, die zu geringem Massenfluss führte. Hohe Bodenfeuchtigkeit trägt dazu bei, dass die Konzentration des Nährstoffs in den Bodenlösung reduziert wird.

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